Sportschule Sachsenwald: HSB scheitert erneut mit Bauland-Spekulation

HSB-Pläne von allen Fraktionen einstimmig abgelehnt


Nachlese:
Sitzung des Wentorfer Planungs-und Umweltausschusses am 27.05.2015
    Die Bergedorfer Zeitung berichtet am 29.05.2015  (Artikel)
      Den aktuellen wma-Flyer vom 29.05.2015
gibt es  hier 


 

Sitzung des Wentorfer Planungs-und Umweltausschusses am 26.03.2015
      Die Bergedorfer Zeitung berichtet am 28.03.2015 (Artikel)
      DER REINBEKER berichtet am 30.03.2015  (Artikel)

Mehrgeschossige Wohnblöcke und mehrere Hektar Bebauung
HSB plant großflächige Zerstörung des Wentorfer Billetals
HSB stellt am 26. März um 19.00 Uhr im Rathaus neue Pläne vor
Hier (wma-Flyer)
erfahren Sie mehr


HSB verursacht Eklat um Flüchtlingsunterkunft in Wentorf
Sportschule Sachsenwald zwischen Mietpreis-Poker und Immobilien-Coup

Hier (wma-Flyer vom 18.03.2015) erfahren Sie mehr


Dies berichtet die Bergedorfer Zeitung am 2. Februar 2015 dazu:
Gegner einer Bebauung auf Sportareal formieren  sich



Geheimgespäche hinter verschlossenen Türen

Abriss der Wentorfer Sportschule Sachsenwald?
HSB will Wohnsiedlung im Wentorfer Billetal


Der Hamburger Sportbund (HSB) führt mit der Gemeinde Wentorf geheime Verhandlungen über den Abriss der Sportschule Sachsenwald. Er möchte die traditionsreiche Bildungsstätte nun endgültig einer umfangreichen Wohnbebauung opfern.


Hier (Link) erfahren Sie mehr.



S
kandal um HSB-Ferienanlage und Sportschule Sachsenwald

Wurden HSB-Mitglieder und Gemeinde Wentorf getäuscht?

Bei der Schließung der Hamburger Landessportschule Sachsenwald in Wentorf wurde anscheinend mit gezinkten Karten gespielt. Nach unserem derzeitigen Kenntnisstand müssen wir davon ausgehen, dass interessierte Kreise im Hamburger Sportbund (HSB) und der zugehörigen Hamburger Sportjugend (HSJ) sowohl den eigenen Mitgliedern als auch den Politikern der Gemeinde Wentorf Sand in die Augen gestreut haben. Wir halten dies für einen ziemlichen Skandal.

Ganz offensichtlich wurden grundlegende Tatbestände von einzelnen HSB-Funktionären verschleiert und einseitig dargestellt.

Der HSB führte als Gründe für die Schließung vier „zwingende“ Argumente an:

1. Die Sportschule sei „defizitär“ (als wäre nicht jede rein gemeinnützige Bildungsstätte auf Zuschüsse angewiesen!). Der HSB dürfe angeblich keine „defizitären“ Einrichtungen fördern.

2. Die Sportschule sei zu wenig ausgelastet.

3. Der HSB habe kein Geld für den Erhalt und die Modernisierung der Landessportschule.

4. Die Sportschule (direkt an der Hamburger Stadtgrenze) befinde sich im „falschen“ Bundesland. Das mache weitere Förderung schwierig.

Nach langem Widerstand und heftigen Diskussionen beugten sich viele HSB-Mitglieder diesen angeblich  „zwingenden“ Argumenten und stimmten der Schließung zu.

Im Rahmen eines Finanzskandals, der derzeit den HSB belastet, wird nun deutlich:

All diese Schließungsgründe galten offenbar nur für die Sportschule Sachsenwald. Lag es daran, dass einige HSB-Funktionäre ihr 7,3 ha großes Gelände von der Gemeinde Wentorf am liebsten als Bauland vergolden lassen würden? Ging es von Anfang an nur um die Durchsetzung eines spekulativen Immobilien-Coups? Vieles deutet darauf hin.

Bei einer anderen HSB-Einrichtung, der Ferienanlage Schönhagen an der Ostsee, waren all die genannten Punkte jedenfalls kein Problem. Hier ließ der HSB über Jahre Millionen sprudeln. Obwohl die Einrichtung meist tiefrote Zahlen schrieb und weiter schreibt.  Obwohl ihre durchschnittliche jährliche Auslastung im Vergleich zur Sportschule tief im Keller war und auch heute noch ist. Und obwohl auch sie im „falschen“ Bundesland Schleswig-Holstein liegt.

Ein Grund zur Schließung? Weit gefehlt! Ganz im Gegenteil: Die Einrichtung wird nach außen als Vorzeige-Betrieb präsentiert. Für ihren Erhalt hatten der HSB und die HSJ sehr wohl Geld. Viel Geld. Ob aus Krediten, HSB-Mitteln oder Zuschüssen. In schöner Regelmäßigkeit wurde modernisiert und investiert - was man der Sportschule Sachsenwald schon seit vielen Jahren rigoros verwehrte.

In schöner Regelmäßigkeit wurden auch die - nach außen geleugneten - Defizite mittels verdeckter Zuschüsse in Form von Schein-Darlehen ausgeglichen. Jahr für Jahr. Reichte es für die Bedienung von Bankschulden nicht, wurden die Schein-Darlehen einfach entsprechend erhöht. 

Eine HSB-interne Untersuchungskommission deckte nun auf, dass sogar falsche Jahresberichte vorgelegt wurden. Die die Defizite verschleierten. Es besteht der Verdacht, dass öffentliche Fördergelder zweckentfremdet wurden. Der Hamburger Rechnungshof hat sich eingeschaltet. Und auf der HSB-Mitgliederversammlung im Juni 2014 wird es wohl personelle Konsequenzen geben.

Wir fragen: Warum wurde so getrickst? Warum wurde den HSB-Mitgliedern und der Gemeinde Wentorf etwas vorgegaukelt? Haben die gefassten HSB-Beschlüsse so überhaupt Bestand?

HSB-Insider bestätigen uns: Wären die wahren Verhältnisse damals bekannt gewesen, hätte die Schließung der Sportschule Sachsenwald keine Mehrheit gefunden und vermieden werden können.

Wir fordern: Der Beschluss von 2006 muss neu diskutiert und revidiert werden!  Die Schließung der Landessportschule muss neu überdacht werden. Aber diesmal müssen alle Fakten ungeschminkt auf den Tisch.

Hier (Link)  und  hier(Link) erfahren Sie mehr über den "Skandal im Skandal"









Neue Hoffnung für die Sportschule Sachsenwald?


Am 21.2.2012 hat sich die Führung des HSB wieder einmal in das Wentorfer Rathaus bemüht, um die weitere Entwicklung in Sachen Sportschule mit den Fraktionsvorsitzenden auszuloten. Dies ist ein Anlass, um über den aktuellen Stand in Sachen HSB-Gelände/Sportanlage Marienburg zu informieren

20.04.2012

wma-Flyer:
Neue Hoffnung für die Sportschule Sachsenwald?
31.01.2012

Die Bergedorfer Zeitung berichtet:
Neue Hoffnung für die Sportschule Sachsenwald?
04.05.2009

Der Reinbeker berichtet:
Gemeinderat bekräftigt:
Keine Wohnbebauung für Sportschule Sachsenwald










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  26. Februar 2009: Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses

Niederschrift über die9. Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses
siehe: www.wentorf.de ->Politk -> Sitzungskalender (Stand13.03.09)
Sportschule Sachsenwald  - Beratung über das weitere Vorgehen
Vorlage: VO/2009/6100/0050
Für die CDU-Fraktion beantragt Herr Dey, dass der PUA folgendes beschließen möge:
„Um für die weitere Vorgehensweise und die anstehenden Verhandlungen und Gespräche mit
dem HSB eine eindeutige Grundlage zu schaffen, wird unmissverständlich klargestellt, dass
eine Wohnbebauung bzw. teilweise Wohnbebauung auf dem Areal des HSB nicht zugelassen
wird.“
Herr W. Warmer stellt für die SPD-Fraktion nach ausführlicher Begründung folgenden Antrag
zur Beschlussfassung:
„ 1. Der Ausschuss empfiehlt der Gemeindevertretung, den Bürgermeister zu beauftragen,
von dem dem Hamburger Sportbund gehörenden Gelände der Sportschule Sachsenwald
die Fläche(n) zu erwerben, die für den gymnasialen Schulsport erforderlich ist (sind).
2. Für die darüber hinausgehenden Flächen ist eine Bebauungsplanung zu erarbeiten, die
zum Ziel hat, dort eine der Umgebung angepasste Bebauung mit eingeschossigen Einfamilienhäusern
zu ermöglichen.
Dabei sollen die jeweiligen Grundstücke eine Größe von mindestens 750 m² erhalten und
die Bebaubarkeit dieser Flächen nicht über eine Grundflächenzahl von 0,15 bis 0,2 hinausgehen.“
In der anschließenden Diskussion erklärt Herr Petersen, dass die Grünen den Antrag der CDU
unterstützen, auf dem HSB-Gelände keine Wohnbebauung zuzulassen. Die in der Vorlage
zitierten weitergehenden Antragsteile hinsichtlich des Grunderwerbs sollten zunächst in nichtöffentlicher
Sitzung am 26.03.09 diskutiert werden.
Herr Marks macht deutlich, dass der Erwerb von Flächen für den gymnasialen Schulsport für
die FDP absoluten Vorrang hat und der Ausschluss von Wohnbebauung z.Zt. nicht opportun
ist. Hinsichtlich der Wohnbebauung neigt die FDP mehr dem Antrag der SPD zu, regt jedoch
an, zunächst über einen Rahmenplan nachzudenken.
Herr Hass legt dar, dass die UWW vorschlägt, den im Sachverhalt der Vorlage zitierten Beschlussvorschlag
unter Ziff. 1 wie folgt zu ergänzen:
„ Moderate An-/Um-/Ausbauten in Bereich der bestehenden Sportschulgebäude sind im Einzelfall
zu prüfen und von diesem Beschluss nicht berührt.“
Der Beschlussvorschlag unter Ziff. 2 kann nach Auffassung UWW ungeändert beraten werden.
Herr Zahnow stellt den Antrag, die unter Ziff. 2 genannten Vorschläge in der nächsten Sitzung
zum Gegenstand der Beratungen zu machen und zwar unter Ausschluss der Öffentlichkeit.
Herr Vogt schließt sich dem Antrag der Grünen – das weitere nichtöffentlich zu beraten – an
und schlägt vor, erst danach ein Verkehrswertgutachten in Auftrag zu geben.
Nach nochmaliger kurzer Aussprache stellt der Vorsitzende als weitestgehenden Antrag zunächst
den Vorschlag der UWW und sodann den Antrag der Grünen zu Abstimmung.
Beschluss:
Der Planungs- und Umweltausschuss beschließt, dass es auf der Sportanlage Marienburg
(Sportschule Sachsenwald) zukünftig keine Wohnbebauung und auch keine dahingehende
Planungsänderung geben wird.
Moderate An-/Um-/Ausbauten in Bereich der bestehenden Sportschulgebäude sind im Einzelfall
zu prüfen und von diesem Beschluss nicht berührt
Abstimmungsergebnis:
Ja-Stimmen: 6
Nein-Stimmen: 3
Enthaltung: 0

  Dezember 2008:  Einwohnerfragestunde der Gemeinde Wentorf:

Tobias Damjonov berichtet im "Reinbeker" von der Kommualpolitischen Fragestunde der Gemeinderatssitzung vom 11.12.2008:

 Doch Wohnbebauung auf HSB-Gelände?
Giftige Anfrage der »Initiative wachstum mit augenmaß«
Wentorf – KommunalpolitischeFragestunde der Gemeinderatssitzungam letzten Donnerstag,dem 11. Dezember 2008:
Jürgen Dobert, Sprecher der »Initiativewachstum mit augenmaß« (wma),wollte wissen, welchen Charakterdie kürzliche Zusammenkunft von Mitgliedern des Planungs- und Umweltausschusses – angeblicher Einlader: Ausschussvorsitzender Hans-Joachim Hass (UWW) – im Wentorfer Golfclub gehabt habe: Seine Initiative, so Dobert, fühle sich »alarmiert«, falls so unter Ausschluss der Öffentlichkeit trotz anders lautender eschlusslage des Gemeinderates womöglich doch über die Option einer Wohnbebauung auf Teilen des Sportgeländes verhandelt würde. Nicht der angesprochene Ausschussvorsitzende, sondern Bürgermeister Matthias Heidelberg wies Dobert vehement in die Schranken: Er sei »Suggerierungen dieser Art Leid«. Gremientreffen seien nur dann offiziell, wenn sie mit der Verwaltung abgestimmt seien und diese auch daran teilnähme. Alles Andere sei »Privatangelegenheit«.
Will der HSB bauen?
Dobert ließ sich nicht ausbremsen: Schon im August des Jahres habe der Hamburger Sportbund bei den zuständigen Kreisbehörden nachgefragt: Sei dies eine Bauvoranfrage gewesen? Bürgermeister Heidelbergs Antwort als Chef der Verwaltung: »In Ratzeburg kann passieren was will, so lange wir in Wentorf bei unserer Entscheidung bleiben«. Das aber stellte Dobert in Frage. Seine Initiative sieht die Gefahr, dass auch wieder die Möglichkeit einer Teilbebauung des HSB-Geländes ins Spiel gebracht worden ist. td

Über die gleiche Veranstaltung schreibt der UWW auf seiner Homepage
(Stand: 14.12.2008):

Einwohnerfragestunde
Jürgen Dobert von der Initiative „Wachstum mit Maß“ fragte, ob man in Wentorf zur Politik hinter verschlossenen Türen zurückkehren wolle. Er habe gehört, dass unlängst im Golfclub ein Treffen aller Mitglieder des Planungs- und Umweltausschusses stattgefunden habe. Er wollte wissen, ob es über die Gesprächsergebnisse ein Protokoll gäbe, das der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll. Bürgermeister Heidelberg wies darauf hin, dass es sich keinesfalls um eine Ausschusssitzung, sondern um ein privates Informationsgespräch gehandelt habe. Für eine Ausschusssitzung bedürfe es immer einer Tagesordnung und der Beteiligung der Verwaltung, beides war hier nicht gegeben.

 




Aus dem Protokoll der 4.Sitzung der Gemeindevertretung der Gemeinde Wentorf
(Stand 07.01.2009) siehe www.wentorf.de ->POLITIK

Herr Dobert fragt in Sachen Hamburger Sport Bund (HSB) an,



ob auf Einladung des Ausschussvorsitzenden des Planungs- und Umweltausschusses (PUA) in der Vergangenheit auf dem Golfplatzgelände eine Ausschusssitzung des PUA im Sinne der Gemeindeordnung Schleswig-Holstein stattgefunden habe,

-ob der HSB bei der Kreisverwaltung eine Bauvoranfrage für das Gelände des HSB in Wentorf gestellt wurde,


-ob das Schreiben des HSB heute in öffentlicher Sitzung der Gemeindevertretung bekannt gegeben werde.

BM Herr Heidelberg führt hierzu aus, dass es sich grundsätzlich nur dann um eine öffentliche Ausschusssitzung entsprechend der Gemeindeordnung für Schleswig-Holstein(GO-SH) und der Geschäftsordnung der Gemeindevertretung und der Ausschüsse handele, wenn diese mit der Verwaltung abgestimmt sei und entsprechend eingeladen wurde..

Gemäß § 46 Abs.7 GO-SH hat der Bürgermeister an jeder Ausschusssitzung ein Teilnahms-, Antrags- und Rederecht. Würde es sich somit bei dem Treffen auf dem Golfplatzgelände um eine öffentliche Ausschusssitzung handeln, so wären dem Bürgermeister hier seine Rechte (entsprechende der GO-SH)  genommen worden und dies würde einen Verstoß gegen die GO-SH darstellen.Herr Dobert könne deshalb davon ausgehen, dass es sich hierbei lediglich um ein privates Treffen gehandelt habe. Er führt weiterhin aus, dass Bauvoranfragen, wenn solche gestellt werden, in nichtöffentlicher Sitzung des zuständigen Ausschusses beraten werden. BM Herr Heidelberg könne allerdings nicht ausschließen, dass der HSB zwecks eines Beratungsgespräches Kontakt zur Kreisverwaltung aufgenommen habe. Abschließen weist BM Herr Heidelberg darauf hin, dass das Schreiben des HSB an die Gemeinde Wentorf in öffentlicher Sitzung des entsprechenden Ausschusses beraten wird.

Januar 2008:   HSB setzt weiter auf gewerblich orientierten Sportpark

Am 28. Januar 2008 hat der Hamburger Sportbund (HSB) im Wentorfer Rathaus hinter verschlossenen Türen wieder einmal „neue“ Pläne für die Sportschule Sachsenwald und die zugehörige Sportanlage Marienburg vorgestellt.
    Der Hauptausschuss der Gemeindevertretung wurde in nicht öffentlicher Sitzung über ein angeblich neues Konzept informiert, nachdem der HSB bereits mit zwei Vorgänger-Varianten am Widerstand der Wentorfer Bürger, Sportler und vor allem an der Planungshoheit der Wentorfer Gemeindepolitiker gescheitert war.
    Leider enthält auch das aktuelle von HSB-Geschäftsführer Ralph Lehnert und HSB-Präsidiumsmitglied Arne Klindt präsentierte Konzept offenbar nur wenig Neues: Nach unseren Informationen scheint es sich vielmehr um eine Art Zweit-Aufguss des bekannten Vorhabens eines überwiegend gewerblich betriebenen Sportparks zu handeln. Soweit wir wissen, sind - abgesehen vom Sporthotel - nach wie vor alle Module des bekannten Sportparkkonzeptes enthalten, mit dem der HSB bereits im Vorjahr in Wentorf gescheitert war.
   Unser trauriges Fazit: Das HSB-Präsidium wirkt auf uns in Sachen Sportschule handlungsunfähig und überfordert.

Wir setzen weiterhin auf die Umsicht der Wentorfer Gemeindepolitik.

(Auszüge aus dem wma-Flyer vom 1.2.08)



Juni 2007:   Wentorfer Politik - wie auf dem Jahrmarkt?

In der Hauptausschuss-Sitzung der Hamburger Sportbundes(HSB) am 22.Mai 2007 ergriff beim Thema Sportschule Sachsenwald der Schatzmeister und Vizepräsident das Wort, um eine Frage nach dem Sportschul-Haushalt 2007 zu beantworten.

Wir dokumentierten wesentliche Teile diese Redebeitrags im Wortlaut, weil wir meinen, dass sie ein wichtiges Schlaglicht werfen auf das Politik- und Demokratie-Verständnis des HSB-Vizepräsidenten - und auf seine Enstellung zur Jugend.

Den gesamten Text des wma-Dossiers gibt es  HIER



April 2007:   Fragen zum HSB-Konzept "Sportpark Sachsenwald" stellt der Vorstand der Hamburger Amateur-Boxjugend

1.
Der HSB darf in dem geplanten "Sportpark Sachsenwald" aus steuerlichen Gründen nur noch "Trägerin geeigneter Rechts- oder Gesellschaftsform" sein. Welche Rechts- und Gesellschaftsformen genau kämen hier in Frage? Und in welchem Maße wären diese noch durch die Mitgliederversammlung des HSB kontrollier- und steuerbar?
2.
Der HSB kann keine eigenen Mittel in das Projekt einbringen, sondern nur"koordinieren". Statt dessen soll der "Sportpark Sachsenwald" von gewerblichen Investoren finanziert werden. Liegt es nicht auf der Hand, dass diese gewerblichen Investoren dann auch das Sagen haben werden?
3.
Welche Flächen und Sportanlagen der Sportschule Sachsenwald (Sportplätze einschließlich der Sportanlage Marienburg und der Tennisplätze) würden in dem geplanten "Sportpark Sachsenwald" weiter in vollem Umfang und ohne jede Einschränkung dem gemeinnützigen Vereins- und Breitensport zur Verfügung stehen?
4.
Welche Teile des Seminar- und Bettenhauses und der Hallen würden in dem geplanten "Sportpark Sachsenwald" weiter in vollem Umfang und ohne jede Einschränkung dem gemeinnützigen Sportschulbetrieb zur Verfügung stehen?
5.
Hätte eine gemeinnützige (nicht kommerziell oder gewerblich) betriebene Sportbildungsstätte überhaupt noch einen Platz in dem geplanten "Sportpark Sachsenwald"?
6.
Wird der HSB weiter in der bisherigen Form Betreiber (nicht Träger) dieser Sportschule sein? Oder würde auch diese Funktion von einer zu gründenden Trägergesellschaft wahrgenommen werden?
7.
Sieht das Sportpark-Konzept vor, einzelne Teile der Gesamtfläche (z.B. für das Sporthotel) ganz und gar an Investoren zu verkaufen?
8.
Woher genau sollen die 2,5 Mio. Euro für die Stiftung kommen? Was erhalten die Stifter als  Gegenleistung?
9.
Woher sollen die weiteren 2 Mio. Euro für die Instandhaltung der Sportschule kommen und was erhalten die Investoren als Gegenleistung?
Offensichtlich hat sich das HSB-Präsidium nie damit beschäftigt, daß die Gemeinde Wentorf zu den Verkaufsplänen (Stichwort Baugrundstücke) auch NEIN sagen könnte.
Das HSB-Präsidium hat die Tennisanlage des TSG Bergedorf gekauft und bezahlt, ohne an das Risiko zu denken, daß die Gemeinde Wentorf die Zustimmung zur Umwandlung in Bauland verweigern könnte. Wo ist ein Konzept für den Fall der Zustimmungs-Verweigerung? Selbst im 2. Halbjahr 2006, als die Gemeinde Wentorf die Absagen klar formuliert hatte, wurden keine Alternativen aufgezeigt. Die Schließung der Sportschule wurde stur zum 31.12.2006 umgesetzt. Warum hat man die Sportschule mit Hilfe von 4000 Universum-Boxpromotion-Übernachtungen nicht noch ein weiteres Jahr länger bestehen gelassen? Die Schließung der Sportschule hätte bis zu den endgültigen Entscheidungen aufgeschoben werden können. Nun steht der HSB mit leeren Händen da: Sportschule geschlossen und kein Konzept für die Zukunft.
Weder eine Wohnbebauung noch der Sportgewerbepark sind in Wentorf durchsetzbar.

Der Vorstand der Hamburger Amateur-Boxjugend
Quelle: www.ac-einigkeit.de    Download TEXT

März 2007: Präsentation des "Sportpark Sachsenwald" enttäuschte

Die Präsentation des HSB im Planungsausschuss der Gemeinde Wentorf stieß auf großes öffentliches Interesse.  Mehr als 70 Wentorfer hatten sich im Rathaus eingestellt. Der HSB-Geschäftsführer Lehnert zeigt aber  nichts weiter als die bereits bekannte Presse-Präsentation.

Wir bezweifeln, dass ein überwiegend gewerblich betriebener Sportpark mit den eigentlichen Aufgaben eines gemeinnützigen Sportdachverbandes zu vereinbaren ist, der die Förderung des Breitensports auf seine Fahnen geschrieben hat. Nebenbei fragen wir uns, ob der HSB bei so einem großen Schritt auf gewerbliches Neuland,  bei solch einer gravierenden Abweichungen von seinen gemeinnützigen Zielen nicht eigentlich vorab seine Mitglieder befragen müsste, ehe er mit solchen Präsentationen an die Presse und an die Politik geht.

Wir sehen es als Aufgabe des HSB und Wentorfs an, diese gemeinnützigen Flächen für den Schul- und Breitensport zu erhalten. Wenn der HSB dies wirtschaftlich aus eigener Kraft nicht schafft, möge er eine öffentliche Ausschreibung machen - oder den Weg freimachen für andere Betreiber, die eine weitgehend gemeinnützige Nutzung sicherstellen.

Auszüge aus:  wma-Flyer "Präsentation des  Sportpark Sachsenwald enttäuschte in Wentorf "

Januar 2007: HSB will kommerzielle Gewerbe-Immobilien auf gemeinnnützigen Sportflächen!

Die Wentorfer Bürgerinitiative wma begrüßt es sehr , dass der Hamburger Sportbund (HSB) nun endlich von Plänen Abstand genommen hat, die gemeinnützigen Sport- und Grünflächen der Sportschule Sachsenwald als Bauland für Wohnimmobilien zu versilbern.

Leider will der HSB nun einer am 11. Januar vorgestellten Machbarkeitsstudie zufolge große Teile seiner Wentorfer Flächen für Gewerbe-Immobilien opfern. So soll z.B. auf dem Fußballplatz am Petersilienberg ein Hotel mit über 100 Betten entstehen. Zusätzlich ist von einer Reha-Einrichtung am Fuchsberg die Rede.

Doch nicht nur diese Gewerbeeinrichtungen, sondern auch etliche der geplanten Sporteinrichtungen (Klettergarten, Hochseilgarten usw) sollen an private kommerzielle Betreiber vergeben werden.Finanzieren lassen will sich der HSB die Gewerbe-Immobilien offenbar mit Hilfe von großen Immobiliengesellschaften oder gar Immobilienfonds. Bereits im Sommer hatte der HSB Zeitungsberichten zufolge mit solchen Gesellschaften Gespräche geführt.

Wir werden die vorgelegte Machbarkeitsstudie, die uns zunächst nur in Form einer Präsentation vorliegt, sehr genau prüfen. Unser erster Eindruck ist jedoch:

In dem vorgelegten Konzept geht es leider immer noch um den (teilweisen) Ausverkauf gemeinnütziger Sportflächen an gewerbliche Groß-Investoren und um eine Kommerzialisierung des Breitensports.

Auszüge aus:  Presseerklärung wma vom 12.01.2007

Dezember 2006: Neue Siedlung am Fuchsberg?

Der Hamburger Sportbund (HSB) plant, die Sportschule Sachsenwald zum Jahresende 2006 zu schließen. Die 77.000 qm große idyllische Wald- und Grünfläche mit ihren zahlreichen Sportanlagen zwischen Petersilienberg, Stadtpark und Marienburg-Siedlung soll nach bisheriger Planung des HSB in Bauland umgewandelt werden. Der beabsichtigte Verkauf an einen Großinvestor stand im Juni 2006 unmittelbar bevor. Dies wurde von der Initiative wma den Mitbürgern und der Gemeindevertretung wiederholt zur Kenntnis gebracht.

Nach aktuellem Informationsstand wird jetzt auch von der Gemeinde die Erhaltung der Sportschule und der benachbarten Sportanlagen als bessere Alternative zu einer Umwandlung in Bauland angesehen. Sollte aber der HSB keine Lösung für einen Fortbestand der Sportschule finden, droht weiterhin die Bebauung dieser Flächen.

Wir fordern daher von der Wentorfer Gemeinde und unseren Politikern:

    - Keine Zustimmung zum Wentorfer Turbo-Wachstum
    - Kein Bauland am idyllischen Fuchsberg!
    - Keine Zerstörung vorhandener Sportanlagen!
    - Kein gewaltsames Aufbrechen alter Siedlungsstrukturen!
    - Keine weitere Überlastung der Schulen und Kindergärten!
    - Nicht noch mehr Autos in unseren Wohnstraßen!

Wir wehren uns gegen den geplanten Eingriff
in unser Wohn-, Freizeit- und Naherholungsgebiet!


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